30.09: Ein Podiumsgespräch zum Thema Zwangsmassnahmen und Bewegungsfreiheit

„Zwischen uns keine Grenzen“
Ein Podiumsgespräch zum Thema Zwangsmassnahmen und Bewegungsfreiheit

In der Schweiz ist die Bewegungsfreiheit ein Grundrecht, garantiert durch Artikel 10 der Bundesverfassung. Seit 1995 haben die Behörden jedoch praktische und rechtliche Massnahmen – die sogenannten Zwangsmassnahmen – eingeführt, die zu einer massiven Isolierung und Ausgrenzung von Menschen mit unsicherem oder irregulärem Aufenthaltsstatus führen. Immer systematischer werden Personen, die in der Schweiz Zuflucht suchen oder die keine gültige Aufenthaltsbewilligung haben, inhaftiert oder sind in ihrer Gemeinde oder ihrem Wohnsitzkanton mit strikten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit konfrontiert.
Der Kanton Zürich behandelt Menschen, deren Asylgesuch abgelehnt wurde, besonders repressiv. Seit 2016 verhängen die Behörden in grosser Zahl sogenannte Eingrenzungen, was bedeutet, dass Betroffene die Gemeinde oder den Bezirk nicht mehr verlassen dürfen, in dem sie untergebracht sind. Zudem sind sie dem Nothilferegime (CHF 8.50 am Tag), täglichen Präsenzkontrollen und stetiger polizeilicher Verfolgung ausgesetzt. Die sozialen und psychischen Folgen dieser Massnahmen sind verheerend.

Es diskutieren
Amanda Ioset (Geschäftsführerin Solidarité sans frontières)
Melinda Nadj Abonji (Schriftstellerin und Textperformerin)
Eva Käser (Vorstandsmitglied Freiplatzaktion Zürich)

Samstag, 30. September, 13:30 Uhr
Sitzungszimmer 1.OG, Landesmuseum Zürich